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Kreisstadt Unna:

Literaturschnack April 2017 

Ein unterhaltsamer und informativer Austausch über Literatur...


- Der dritte Literaturschnack des Jahres -

Am Mittwoch, 05.04.2017, fand erneut ein Literaturschnack mit großem Zuspruch statt.

Teils sehr amüsant, manchmal auch unterschiedlich in der Beurteilung, aber immer fundiert diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die vorgestellten Sachbücher und Romane.

Die Tipps im Einzelnen:

Romane:

  • Norbert Scheuer: Die Sprache der Vögel, 2015 (in der Bibliothek vorhanden)

Paul berichtet in Tagebucheintragungen über seinen Einsatz als Rettungssanitäter der Bundeswehr in Afghanistan. Dabei verliert er sich immer mehr in seiner Besessenheit für Vogelbeobachtungen. Sehr interessanter Blickwinkel einer außergewöhnlichen Story, toll illustriert.

  • Lisa O’Donnell: Die Geheimnisse der Welt, 2015 (in der Bibliothek vorhanden)

Der 11-jährige Michael ist super im Ballhochhalten und Geheimnisse Herauskriegen. Eines Tages erfährt er, dass seiner Mutter etwas Schlimmes passiert ist. Fortan probiert die Familie Alles, um das Geheimnis zu wahren, und wird dabei ungewollt schuldig. Authentisch, tolle Erzählstimme.

  • Ayelet Gundar-Goshen: Löwen wecken, 2015 (in der Bibliothek vorhanden)

Die Geschichte eines Mannes, der einen falschen Schritt tut und diesen Weg dann weiterverfolgen muss. Als Neurochirurg Etan Grien in der Nacht einen illegalen Einwanderer überfährt und erkennt, dass der Mann sterben wird, trifft er eine folgenschwere Entscheidung: Er lässt den Mann liegen und meldet den Unfall nicht. Doch am nächsten Morgen steht die Frau des Opfers vor seiner Haustür und macht Etan einen ungewöhnlichen Vorschlag, der sein Leben komplett umkrempelt.  

  • Hakan Nesser: Der unglückliche Mörder, 2001 (in der Bibliothek vorhanden)

Ein Mann überfährt im Rausch einen Jungen und hofft, dass man ihn nicht gesehen hat. Dann kommen Erpresserbriefe. Innerhalb einer Woche wird aus dem angesehenen Mann ein Mörder. Spannender, philosophisch angehauchter Krimi mit dem Kommissar van Veeteren.

  • Hilary Mantel: Jeder Tag ist Muttertag, 2016 (in der Bibliothek nicht vorhanden , wird gekauft)

Darstellung einer außergewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung von zwei zurückgezogenen Frauen, mit positiver Grundstimmung zu lesen. Evelyn Axon hat sich mit ihrer geistig behinderten Tochter Muriel in ihrem Haus eingeigelt. Sozialarbeiter, die Muriel fördern wollen, lässt sie nicht herein, doch dann bekommt sie es mit der hartnäckigen Isabel Field zu tun.

  • Julian Barnes: Vom Lärm der Zeit, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)

Biografischer Roman über den russischen Komponisten Schostakowitsch. In drei Kapiteln wird sein Leben sehr prägnant geschildert, seine Kindheit, seine Kämpfe mit dem sowjetischen Machtapparat und seine Kompromisse, um seine Familie zu schützen. Dabei spielt seine Musik eine untergeordnete Rolle.

  • Julian Barnes: Vom Ende einer Geschichte, 2011 (in der Bibliothek vorhanden)

Nach einer gütlich geschiedenen Ehe, einer zerbrochenen Beziehung und dem Selbstmord eines Freundes unterzieht sich Tony Webster einer schmerzhaften Selbstanalyse, die ihn am festgefügten Fundament der eigenen Wahrnehmung und Erinnerung zweifeln lässt.  Man Booker Prize 2011.

  • Julian Barnes: England, England, 1998 (in der Bibliothek nicht vorhanden)

Ein reicher Amerikaner kauft eine englische Insel und errichtet darauf ein Minaturengland, was die Touristenströme anzieht, und dem realen England große Probleme bereitet. Bissige Gesellschaftssatire.

  • Marcel Beyer: Flughunde, 1996 (in der Bibliothek vorhanden)

Sperrige Geschichte um einen Jungen im NS-Staat, der Geräusche des Krieges sammelt, um diesen besser darstellen zu können. Später steht er einer Abteilung vor, die den Deutschen als Herrenmenschen etablieren soll. Das Thema: Welche Macht hat Sprache? Wird hier sehr angestrengt und“ pädagogisch wertvoll“ behandelt.

  • Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser, 2013 (in der Bibliothek vorhanden)

Eine junge Frau platzt zufällig in das Treffen einer Geheimloge, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den greisen Otto von Habsburg als Kaiser zu inthronisieren. Selber zutiefst verunsichert findet sie zunehmend Gefallen an der Idee und dem feschen Herrn Blawic.  Nominierung für den Deutschen Buchpreis, sehr speziell.

  • Ingrid Noll: Hab und Gut, 2014 (in der Bibliothek vorhanden)

Der kinderlose Witwer Wolfram macht seiner ehemaligen Kollegin Karla ein unmoralisches Angebot: Wenn sie ihn pflegt bis zu seinem Tod, vermacht er ihr sein halbes Erbe, bringt sie ihn wunschgemäß um, sein ganzes, eine Weinheimer Villa inklusive. Sehr unterschiedliche Reaktionen auf diesen Titel von unterhaltsam und großartig bis immer das Gleiche…

  • Andreas Föhr: Eisenberg, 2016 (in der Bibliothek vorhanden)

Der gelernte Anwalt schreibt spannend mit einer dramatischen Wendung über eine erfolgreiche Anwältin, die einen vermeintlichen Frauenmörder verteidigen soll und feststellt, dass sie ihren Klienten bereits kennt. Liest sich gut weg, Pageturner.

  • Gregoire Delacourt: Die vier Jahreszeiten des Sommers, 2016 (in der Bibliothek vorhanden)

Sehr berührende Liebesgeschichten von vier unterschiedlichen Paaren, die sich alle ein einem französischen Badeort aufhalten, und deren Geschichten ohne es zu wissen eng miteinander verknüpft sind. Für die Romantiker unter uns, wunderschön geschrieben.

  • Sabine Kray: Diamanten-Eddie, 2014 (in der Bibliothek nicht vorhanden, in der Onleihe vorhanden)

Sabine Kray erzählt die Geschichte ihres Großvaters. Der 15-jährige Pole Edward Kray verliert 1939 bei einem Fliegerangriff seine Eltern. Als "Ostarbeiter" muss er für die Deutschen Zwangsarbeit leisten. Nach dem Krieg wird er ein bekannter Hehler und Dieb, versucht sein Leben zu genießen. Doch die Kriegserinnerungen holen ihn immer wieder ein. Sehr gut recherchiert.

 

 Sachbücher:

  • Alexandra David-Néel: mein Weg durch Himmel und Höllen, 1986 (nicht in der Bibliothek vorhanden)

Die emanzipierte, mutige Abenteurerin reist 1925 mit 20 Jahren verbotenerweise als Bettelmönch verkleidet durch Tibet, um den Buddhismus zu erforschen. Fast dokumentarische Berichterstattung einer außergewöhnlichen Reise.

  • Peter Wohlleben: Das geheime Leben der Bäume, 2015 (in der Bibliothek vorhanden)

Der langlebige Bestseller schildert Bäume als soziale Wesen und gibt dabei der Versuchung der Vermenschlichung nach. Wissenschaftlich belegte Tatsachen werden mit unbewiesenen Thesen unübersichtlich vermengt.

  • Bernhard Kegel: Tiere in der Stadt, 2013 (in der Bibliothek nicht  vorhanden)

Gut zu lesen und fundiert schildert Kegel die Anpassung der wilden Tiere an das Stadtleben, von der Milbe bis zum Wildschwein. Für interessierte Biologen oder Laien mit naturwissenschaftlicher Vorkenntnis.

  • Bernhard Kegel: Die Herrscher der Welt, 2015 (in der Bibliothek nicht vorhanden)

Äußerst unterhaltsam führt der Biologe und Chemiker in die für uns unsichtbare Welt der Mikroben ein. Er belegt anhand aktueller Forschungsergebnisse, dass sie keineswegs bekämpft werden sollten, da sie für sämtliche biologische Prozesse beim Menschen und in der Natur enorm wichtig sind.

  • Ranga Yogeshwar: Ach so! 2010 (in der Bibliothek vorhanden)

Fragen aus allen Bereichen des Alltags (z.B. Warum kann Mehl explodieren? Wie funktioniert eine Hochrechnung?) werden kurzweilig und unterhaltsam nachvollziehbar erläutert.

 

Der nächste Literaturschnack findet statt am Mittwoch, 03. Mai 2017, um 10.30 Uhr in der zib-Bibliothek. 

Alle Interessierten sind wieder herzlich willkommen.

 


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12.12.2017

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