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Kreisstadt Unna:

Literaturschnack Februar 2018
Die erste Runde des Jahres 

Ein unterhaltsamer und informativer Austausch über Literatur...

Am Mittwoch, 7. Februar 2018, ging der Literaturschnack in der zib-Bibliothek in eine neue Runde.

Viele, gut gelaunte Teilnehmer garantierten ein gelungene Auftaktveranstaltung und machten den Gesprächskreis zu einem lohnenden Erlebnis.

Schwer tat sich die Runde allerdings mit dem Schreibstil Haruki Murakamis, der preisgekrönt doch Vielen aufgrund des mitschwingenden Surrealismus schwierig zugänglich erscheint. Da hilft nur jedem Einzelnen, sich bei Bedarf ein eigenes Bild zu machen.

Die Literaturschnack-Tipps vom 7.02.2018

Romane:

Francis Spufford: Neu-York, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)

Diese Abenteuergeschichte des Sachbuchautors Spufford macht einfach nur Spaß, ist genial geschrieben und entführt die Leser in das New York des Jahres 1746. Der Alltag dieser aufstrebenden Stadt mit ihrer holländischen Prägung wird ganz nebenbei sehr detailreich vermittelt, der Protagonist ist sympathisch und die literarische Qualität enorm. Im besten Sinne unterhaltsam.

Omar El Akkad: American War, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)

Auch dies ein Debutroman mit einem einzigartigen, beunruhigenden Setting, einer stringenten Handlung und einer authentischen Hauptperson. Amerika im Jahr 2075: der zweite Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten tobt, die Klimakatastrophe hat Florida unter Wasser gesetzt, Rohstoffe und Nahrung sind knapp, die vielen Flüchtlinge sitzen zusammengepfercht in Lagern. Das Mädchen Sarat wird von einem „Mentor“ unterrichtet und radikalisiert sich mehr und mehr. Realistisches Zukunftsszenario, mehr davon.

Tom Coraghessan Boyle: Hart auf Hart, 2015  (in der Bibliothek vorhanden)

Der jugendliche, paranoide Adam verfällt immer mehr seinem Wahn und begeht Morde. Sein Vater gehört einer Bürgerwehr an, die überzeugt ist, dass die Morde von Mexikanern begangen werden. Doch dann muss sich der Vater der Erkenntnis stellen, dass sein Sohn der Täter ist. Es ist für den Leser schwierig, eine eindeutige Haltung zu den Protagonisten einzunehmen, trotzdem eine lohnende Lektüre.

Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)

Das Thema Ernährung, Essen und Hunger zieht sich durch diesen Roman, der auf drei Zeitebenen spielt. 2098 bestäuben moderne Sklaven in China die Bäume, da es keine Bienen mehr gibt, die dies tun. 2007 beobachtet ein Farmer das rätselhafte Sterben seiner Bienenvölker. 1852 erfindet ein Biologe die ersten Bienenstöcke um den Honig zu nutzen. Das Thema wird gut verpackt in drei unterschiedlichen Familiengeschichten dargestellt.

Robert Menasse: Die Hauptstadt, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)

Hier scheiden sich die Geister: Roman über die Geschehnisse in Brüssel, der in vielen unterschiedlichen Handlungssträngen die Triebfeder einzelner Mitgliedsstaaten nach möglichst viel Geld aus den EU-Töpfen deutlich macht. Preisgekrönt mit dem deutschen Buchpreis 2017 trotzdem für Einige literarisch enttäuschend und ohne roten Faden.

Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)

Eine Witwe und ein Witwer erleben ein spätes, platonisches Glück, indem sie nachts immer zusammenkommen, um sich zu unterhalten. Als ihre Kinder Wind davon bekommen, wollen sie diese Beziehung unterbinden. Ruhige schöne Erzählung über das Ende der Einsamkeit im Alter.

Maria W. Peter: Der Schatz Salomos, 2010 (in der Bibliothek nicht vorhanden)

 

Dieser historische Roman schildert sehr detailreich und profund recherchiert die Zeit im römischen Gallien im 4. Jahrhundert. Die Sklavin Invita versucht, zwei Morde aufzuklären, die den ansässigen Juden in die Schuhe geschoben werden sollen, und gleichzeitig das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften.

Graeme C. Simsion: Das Rosie-Projekt, 2014 (in der Bibliothek vorhanden)

Der autistische Naturwissenschaftler Don entwickelt Statistiken, um die für ihn perfekte Frau zu finden. Skurril, witzig und leicht zu lesen entwickelt sich eine Liebesgeschichte, der allerdings ein paar Seiten weniger gut getan hätten.

Graham Swift, Ein ernstes Leben (in der Bibliothek nicht vorhanden, im Buchhandel vergriffen)

Ein Mann mit einem Süßwarenladen heiratet eine schwer gestörte Frau. Mit der gemeinsamen Tochter kommen auch die Probleme, denn diese beginnt, gegen die Eltern und die bestimmende Rolle der Mutter zu rebellieren.


Sachbuch:

Ralf Dobelli: Die Kunst des guten Lebens, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)

In einer Reihe mit „Die Kunst des klaren Denkens“ und „Die Kunst des klugen Handelns“ gibt der bekannte Schweizer Autor und ehemalige Manager Dobelli 52 Ideen, Tipps oder Denkmodelle zum Besten, mit deren Hilfe es sich gut leben lässt. Unterhaltsamer, lebenskluger Ratgeber.

Martin Walser, Jakob Augstein: Das Leben wortwörtlich, 2017 (in der Bibliothek nicht vorhanden)

Diese ungewöhnliche Autobiografie in Gesprächsform fasst die Erkenntnisse zu Martin Walsers Leben und Werk gut zusammen. Nach Art einer Podiumsdiskussion stellt der Sohn Augstein dem Vater Walser gut vorbereitete Fragen. Kann auch kapitelweise gelesen werden.


Hörbuch:

Leo N. Tolstoj: Die Kreutzersonate, (wird in den Bibliotheksbestand aufgenommen)

Auf einer nächtlichen Bahnfahrt sprechen die russischen Mitreisenden über die Liebe, die Ehe und die Gesellschaft. Der Erzähler gesteht, seine Frau ermordet zu haben, und schildert seine Eifersucht. Erstaunlich, wie modern Tolstoj schon damals die Rolle der Frau gewertet hat. Hans Paetsch macht diese Novelle zu einem Hörerlebnis erster Klasse.

Daniel Glattauer: Alle sieben Wellen, 2009 (in der Bibliothek vorhanden)

Wunderbar gelesen von Andrea Sawatzki und Christian Berkel kommt es in dieser Fortsetzung des E-Mail-Romans „Gut gegen Nordwind“ zur Verwirrung der Gefühle, treffen sich doch Emmi und Leo erstmals persönlich.

Arundhati Roy: Das Ministerium des äußersten Glücks, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)

Im Gegensatz zu den vorher genannten Hörbüchern plätschert diese Geschichte um die auf einem Friedhof lebende Anjum, in der die Geschichte Indiens lebendig wird, so dahin. Gelesen von Gabriele Blum.

 

Der nächste Literaturschnack findet statt  am Mittwoch, 07.03.2018 um 10.30 Uhr in der zib-Bibliothek. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.


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20.02.2018

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