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Anregung & Kritik

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Kreisstadt Unna:

Literaturschnack Juni 2017 

Ein unterhaltsamer und informativer Austausch über Literatur...

Am Mittwoch, 07.06.2017, wurde in der Bibliothek wieder mit großem Sachverstand und viel Liebe zum Buch diskutiert, empfohlen, verrissen, das Ganze in sehr amüsanter und charmanter Form.

Ein Thema war der Unterschied in der Rezeption von Büchern und ihren Hörbuchausgaben. Es wurde festgestellt, dass es bei den Hörbüchern vor Allem auf den Sprecher ankommt, eine gewisse Interpretation aber immanent ist. Beim Lesen interpretiert der Leser indes selbst. Trotzdem wurde das Hörbuch als gute Möglichkeit der Zeitüberbrückung und manchmal auch für einen ersten Eindruck eines Buches  als nützliche Quelle anerkannt. 

Die Anwesenden stellten folgende Titel vor:  

Romane:

·         Liliana Corobca: Der erste Horizont meines Lebens, 2015 (in der Bibliothek vorhanden)

Sehr realistische Beschreibung einer durch Armut auseinandergerissenen moldawischen Familie, in der die älteste Tochter die Rolle der Eltern für die jüngeren Brüder übernehmen muss

·         Claire Keegan: Das dritte Licht, 2013 (in der Bibliothek vorhanden)

Die distanzierten Eltern eines kleinen, irischen Mädchens sind froh, ihre Tochter den Sommer über bei einem verwandten Ehepaar unterbringen zu können, ist damit doch ein Maul weniger zu stopfen. Das Mädchen gewöhnt sich schnell an die fürsorglichen Erwachsenen und lernt eine ganz andere, verlässliche, freundliche interessierte Welt kennen. Doch der Sommer geht vorbei und die Schule dräut …

·         Joseph O’Neill: Der Hund, 2016 (in der Bibliothek nicht vorhanden)

Ein New Yorker Anwalt nimmt das Angebot seines Studienfreundes an, für dessen libanesische Familie in Dubai als Finanzmanager zu arbeiten. Dabei wird er immer weiter in dubiose Geschäftsvorgänge hineingezogen. Interessanter Roman, erfordert einen konzentrierten Leser.

·         Elizabeth Strout: Bleib bei mir, 2014 (in der Bibliothek vorhanden)

Die zeitgenössische US-Autorin mit dem speziellen Blick für das typische Leben in amerikanischen Kleinstädten erzählt hier gekonnt und unaufgeregt (manche würden auch sagen: langweilig) vom Pfarrer Tyler Caskey, der neu in die Stadt kommt, und einige Schicksalsschläge hinnehmen muss.

·         Alfred Hayes: Alles für ein bisschen Ruhm, 2016 (in der Bibliothek nicht vorhanden)

Wunderbar übersetzte Darstellung eines naiven Mädchens vom Land, das nach Hollywood zieht, um dort die große Karriere zu machen, und dessen Beziehung zu einem Drehbuchautor in der Katastrophe endet. Gleichzeitig Darstellung des Haifischbeckens der Filmbranche Ende der 1950-er Jahre. und

·         Alfred Hayes: In love, 2015 (in der Bibliothek nicht vorhanden)

Auch ursprünglich in den 1950-er Jahren erschienen, wird hier die Beziehung eines jungen Paares geschildert, die durch ein unmoralisches Angebot eines vermögenden Mannes in eine Krise gerät.

·         Isabel Bogdan: Der Pfau, 2016 (in der Bibliothek vorhanden, auch als Hörbuch sehr gut von Christoph Maria Herbst gelesen)

Eine Gruppe von Bankern gerät bei einem Teambuilding-Seminar in Konflikt mit einem Pfau, der auf dem schottischen Herrschaftswohnsitz, in dem das Seminar stattfindet, auf Alles losgeht, was blau ist. Kurzweilig und wunderbar geschrieben.

·         Per J. Andersson: Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden, 2015 (in der Bibliothek vorhanden)

Biografische Erzählung einer Liebe über Landes- und gesellschaftliche Grenzen hinaus. Kontrovers aufgenommen bietet dieses Buch zumindest eine gute Beschreibung der indischen Gesellschaft und des Kastenwesens.

·         Rachel Cusk: Transit, 2017 (in der Bibliothek nicht vorhanden)

Zweiter Teil einer Trilogie (erster Band Outline) in der die Erzählerin schemenhaft bleibt und die Erzählungen, die sie von anderen Personen hört, in den Vordergrund treten. Wertungsfrei, literarisch ambitioniert.

·         Gerard Donovan: Winter in Maine, 2009 (in der Bibliothek nicht vorhanden, als Hörbuch in der Onleihe vorhanden)

Ein Einzelgänger lebt alleine mit Hund in einer Blockhütte inmitten der Natur. Als der Hund vorsätzlich erschossen wird, mutiert der friedliebende, belesene Mann zu einem kaltblütigen Rächer. Nicht reißerisch, sondern sehr überlegt und angemessen wird das Thema Amoklauf literarisch verarbeitet.

·         Thees Uhlmann: Sophia, der Tod und ich, 2015 in der Bibliothek vorhanden, auch als Hörbuch von Thees Uhlmann gelesen)

Was tun, wenn der Tod an der Tür klingelt und einen mitnehmen will? Ihm noch eine Schonfrist aus dem Kreuz leiern und die wirklich wichtigen Dinge des Lebens erledigen. Skurriler, poetischer und manchmal wehmütiger Roadtrip, auch als Hörbuch ein Vergnügen, wenn man die lakonische, nordische Darbietung mag. Da freut man sich des Lebens.

·         Anna Enquist: Streichquartett, 2015 (in der Bibliothek vorhanden)

Vier Freunde kommen auf einem Hausboot in Amsterdam zusammen, um für sich Streichquartette einzuüben. Alle haben schwierige Lebenssituationen, die Musik gibt ihnen eine Auszeit vom Alltag. Wunderbar leicht schreibt die studierte Musikerin und Psychoanalystin von der Kraft der Musik und den Bewältigungsstrategien nach Schicksalsschläger, ohne zu fachlich oder zu speziell zu werden. Die aufkommende Krimihandlung am Ende des Buches hätte es nicht gebraucht, man nimmt sie aber gerne mit.

Sachbücher:

·         Jochen Schweizer: Der perfekte Augenblick, 2015 (in der Bibliothek vorhanden, auch als Hörbuch)

Jochen Schweizer gibt in diesem lebensklugen Ratgeber Tipps für erfolgreiches Selbstmanagement, aber darüber hinaus – viel interessanter – Einblick in seine Biografie als Stuntman und Unternehmer. Das Hörbuch liest er selbst sehr angenehm.

·         Eine Erde – viele Welten, 2016 (in der Bibliothek nicht vorhanden)

Wunderbar und aufwändig illustriertes Begleitbuch zur gleichnamigen ZDF/BBC-Serie, das die Fauna in den verschiedenen Klimazonen vorstellt.

·         Allan und Barbara Pease: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken, 2002 (in der Bibliothek vorhanden)

Wissenschaftliche Abhandlung eines Ehepaars über die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Gut zu lesen und unterhaltsam werden hier soziobiologische Erkenntnisse erklärt. Auftakt einer Reihe ähnlicher Titel.

Hörbuch:


    Arthur Schnitzler: Fräulein Else, 2005 (in der Bibliothek vorhanden)

             Kongenial gelesen von Senta Berger haucht dieses Hörbuch

             der literarischen Vorlage wunderbar Leben ein.

Der nächste Literaturschnack nach der Sommerpause findet am Mittwoch, 06.09.2017 um 10.30 Uhr im zib statt.

Wie immer freuen wir uns über neue Literatur-Aficionados, kommen Sie einfach vorbei, die Teilnahme ist spontan möglich und kostenlos.


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18.10.2017

Kreisstadt Unna

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