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Anregung & Kritik

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Kreisstadt Unna:

Literaturschnack Mai 2017 

Ein unterhaltsamer und informativer Austausch über Literatur...

Am Mittwoch, 03.05.2017, wurde in der Bibliothek wieder mit großem Sachverstand und viel Liebe zum Buch diskutiert, empfohlen, verrissen und vor allem viel gelacht.
Ein generelles Thema waren prämierte Bücher, die häufig nicht halten, was sie versprechen, darin waren sich die Anwesenden einig.

Folgende Titel wurden  mit viel Engagement und großer Sachkenntnis vorgestellt.

Romane:

  • Verena Friederike Hasel: Lasse, 2015 (in der Bibliothek vorhanden)
    Als die Studentin Nina schwanger wird, fokussiert sie all ihre Hoffnungen auf Bindung und Liebe auf das Ungeborene. Doch sie scheitert an der Realität. Behutsamer Roman zum schwierigen Thema Kindstötung.
     
  • Maria Sonia Cristoff: Lasst mich da raus, 2015 (in der Bibliothek vorhanden)
    Seltsamer Roman über die Konferenzdolmetscherin Mara, die ihren Job sausen lässt und als Aufseherin  in einem  Provinzmuseum ihren Lebensunterhalt verdient.  Sperrig und schwer nachzuvollziehen, der Schriftsatz erschwert die Lektüre.
     
  • Natascha Wodin: Sie kam aus Mariupol, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)
    Natascha Wodin nähert sich mit diesem Buch dem Schicksal ihrer Mutter, einer ukrainischen Zwangsarbeiterin, die sich 10 Jahre nach Geburt der Tochter das Leben nimmt.  Interessanter Beitrag zur Geschichte der Zwangsarbeiter, aber auch sehr bedrückend. Preisträgerin der Leipziger Buchmesse.
     
  • Lukas Bärfuss: Hagard, 2017 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Ein spannender und außergewöhnlicher, aber auch konfuser Roman über den Börsenmakler Philp, der sich durch ein tolles Paar Schuhe angezogen darin verliert, der Schuhträgerin zu folgen, und sich aus seinem Leben herauskatapultiert. Surreal, schwer fassbar mit unvermitteltem Ende. Nominiert für den Leipziger Buchpreis.
     
  • Brian Moore: Die einsame Passion der Judith Hearne , im Original erschienen 1956 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Wunderbare, literarisch herausragende Geschichte einer Frau, die mit verschiedenen skurrilen Typen in einer B&B-Pension lebt.

    und
     
  • Brian Moore: Hetzjagd, 1997  (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Die Jagd auf einen NS-Verbrecher in Frankreich führt zu Fragen nach der jahrzehntelang verdrängten Komplizenschaft von Kirche und Vichy-Regierung, nach ihren Mitläufern, Verrätern und Henkersknechten.
     
  • E.M. Forster: Auf der Suche nach Indien, 2015 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Klassiker der englischen Literatur und der berühmteste Indien-Roman des 20. Jahrhunderts. Kein Autor beschrieb den Konflikt zwischen dem indischen Volk und der britischen Kolonialmacht so eindrucksvoll. 2015 neu erschienen in der ZEIT Bibliothek der verschwundenen Bücher

    und
     
  • E.M. Forster: Wiedersehen in Howards End, 1987 (in der Bibliothek  vorhanden)
    Kultur- und gesellschaftskritischer Roman aus dem Leben zweier exzentrischer junger Frauen im nachviktorianischen England. Mit feinem englischen Humor erzählt.
     
  • Odessa Transfer, 2009 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Sammlung von Literatur rund ums Schwarze Meer, herausgegeben von Katharina Raabe, die sich sehr um die Gegenwartsliteratur Osteuropas verdient macht. Mit Texten von Neal Ascherson, Attila Bartis, Mircea Cartarescu, Nicoleta Esinencu, Karl-Markus Gauß, Katja Lange-Müller, Sibylle Lewitscharoff, Aka Morchiladze, Emine Sevgi Özdamar, Katja Petrowskaja, Andrzej Stasiuk, Takis Theodoropoulos und einem Fotoessay von Andrzej Kramarz.
     
  • Serhij Zhadan: Hymne der demokratischen Jugend, 2011 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Seit einigen Jahren wimmelt es in der ukrainischen Metropole Charkiw von Leuten mit ausgefallenen Geschäftsideen und dem Gespür für Marktlücken. Die skurrilen Personen trotzen so der Verzweiflung im Chaos der ukrainischen Gegenwart. Wichtige, junge Stimme der ukrainischen Literaturszene.

  • Cynthia D’Aprix Sweeney: Das Nest, 2016 (in der Bibliothek vorhanden)
    Der Debutroman der PR-Beraterin Sweeney ist eine wunderbar gelungene Tragikomödie um eine dysfunktionale Familie, die sich streitet, versöhnt, deren Mitglieder sich nicht vollends vertrauen aber auch nicht ohne Einander können. Durch die treffenden Charakterzeichnungen der gehobenen New Yorker Gesellschaft liest sich die Geschichte leicht und sehr unterhaltsam.  Quasi wie einem Film von Woody Allen entsprungen …

    Und zum Schluss noch ein Verriss:
     
  • Olga Grjasnowa: Die juristische Unschärfe einer Ehe, 2016 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    In der Dreiecksgeschichte, die sich zwischen Berlin und Baku abspielt, schildert die hochgelobte Schriftstellerin alle sexuellen Spielarten, dieses allerdings überfrachtet und oberflächlich. Geschmackssache.

Sachbücher:

  • Ulrike Herrmann: Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung, 2016 (in der Bibliothek vorhanden)
    Wichtige wirtschaftliche Sachverhalte und aktuelle Probleme der heutigen Ökonomie werden hier sehr gut verständliche erläutert und hinterfragt.
     
  • Stephan Orth: Couchsurfing in Russland, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)
    10 Wochen ist der einstige "Spiegel Online"-Redakteur Orth unterwegs von Moskau bis Wladiwostok und gibt seine Erfahrungen und Begegnungen mit Russland und dessen Bürgern zum Besten. Couchsurfing bringt ihn unmittelbar in das Leben der normalen und häufig  liebenswürdig verrückten Russen. Wunderbarer Reisebericht, macht Lust, das Couchsurfing einmal selbst auszuprobieren.

 

Der nächste Literaturschnack findet statt am Mittwoch, 07. Juni 2017, um 10.30 Uhr in der zib-Bibliothek. 

Alle Interessierten sind wieder herzlich willkommen.

 


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23.11.2017

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