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Anregung & Kritik

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Kreisstadt Unna:

Madison Smartt Bell: Die Farbe der Nacht 

Ein poetischer Gewaltexzess, der den Leser schier umhaut:

Mae, eine Croupière in mittleren Jahren, lebt ihr Leben desillusioniert in Vegas in einem Wohnwagen am Rande der Wüste. Bei Berichterstattungen über 9/11 sieht sie auf dem Fernsehschirm ihre alte Weggefährtin Laurel wieder. Beide waren in den 60ern als Hippies in den Einfluss von Charles Manson und seiner Kommune geraten (im Buch taucht er als „D“ auf). Diese Gruppe verübte grausame und brutale Morde, unter anderem an der Schauspielerin Sharon Tate. Nach diversen unmenschlichen Taten sind beide seit dieser Zeit untergetaucht und haben sich ein ganz neues Leben aufgebaut. Der Zufall vereint die beiden Schwestern im Geiste nun wieder, wobei Mae nach und nach feststellen muss, dass Laurel sich komplett geändert hat. Das Buch berichtet in Rückblenden und Traumsequenzen von Maes früherem Leben und verquickt in genialer Manier die damaligen Taten mit dem neuerlichen Ausbruch des Terrors und dem Anschlag auf die amerikanische Gesellschaft in Form der Flugzeugabstürze ins World Trade Center. Gleichzeitig werden durch die Schilderung von Maes Kindheit und der Zeit in der Kommune (im Buch das „Volk“) die Ursachen, die zu ihrer Bereitschaft zu Gewalt und Chaos führten, immer deutlicher.

Kein Buch zum Weglesen, vielmehr ein schlauer Roman, der den Leser mit der unbequemen Frage zurücklässt, wie es immer wieder möglich ist, dass Menschen sich so gesellschaftsfeindlich und menschenverachtend entwickeln.  Für weniger Zartbesaitete und Leser, die sich auch für den radikalen Rand unserer Zivilisationsgesellschaft interessieren, sehr empfohlen. 

Das Buch im Katalog der Bibliothek im zib...

 


22.11.2017

Kreisstadt Unna

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