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Anregung & Kritik

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Kreisstadt Unna:

Susanne Falk: Schöne Tage in Weimar 

Wissen Sie, wer das Goethe-Schiller-Standbild in Weimar geschaffen hat? In diesem Roman lernen Sie den Künstler mitsamt seiner vielköpfigen, chaotischen, liebenswerten Familie näher kennen und schätzen.

In Jugendjahren trifft der Bildhauergeselle Ernst Rietschel zusammen mit seinem Meister Christian Daniel Rauch den beeindruckenden Dichterfürsten Goethe. Viele Jahre später, Goethe ist inzwischen verstorben, erhält Ernst Rietschel überraschend von Herzog Carl Alexander aus Weimar den Auftrag zu einem Denkmal. Dieses soll die beiden Meister der Deutschen Klassik Goethe und Schiller zeigen und natürlich mit ihrer Würde und ihrem Ruf auf den Herzog zurückstrahlen.

Freudig beginnt Rietschel mit den Entwürfen um nach und nach zwischen den Intrigen und Einmischungen aller beteiligten Geldgeber sowie des eigens gegründeten Denkmalkomitees zerrieben zu werden. Zunehmend leidet seine Gesundheit an einem nie ganz auskurierten Lungenleiden. Auch seine vielköpfige Familie fordert ihn sehr, gibt ihm aber auch immer wieder Rückhalt und Selbstvertrauen.  Dass das Denkmal letztendlich doch noch fertig wird, grenzt fast an ein Wunder, ist aber umso erfreulicher, als es noch heute ein viel gesehenes und bewundertes Beispiel deutscher Bildhauerkunst ist.

In diesem biografischen Roman greift die Urururenkelin Rietschels auf einen besonderen Kunstgriff zurück. Goethe und Schiller entwickeln posthum ein Eigenleben und erscheinen dem Künstler im Traum, um ihm Ratschläge zu erteilen, ihn zu ermutigen oder einfach nur zu streiten.

Viele andere bekannte Zeitgenossen wie Andersen, Liszt, Wagner oder Hoffmann von Fallersleben spielen eine mehr oder weniger große Rolle in Rietschels Leben. Herrlich menschlich und sehr unterhaltsam kommen diese heutzutage als Klassiker verehrten Künstler daher, und so ergibt sich ein sehr buntes und lebhaftes Bild des 19.

Jahrhunderts, der Politik einzelner deutscher Kleinstaaten sowie der Einheitsbestrebungen des „Neuen Deutschland“. Glaubhaft und lehrreich wird deutsche Kulturgeschichte im Vorbeigehen vermittelt, dabei tut es dem Roman keinen Abbruch, dass nicht jedes historische Detail bis ins Kleinste stimmt. Mit der feierlichen Enthüllung des Denkmals nimmt man letztendlich erleichtert aber auch etwas wehmütig Abschied von dieser interessanten Epoche und einer außergewöhnlichen, sehr sympathischen Familie.

Ein gelungenes Nachwort erläutert Fakten und dichterische Freiheit und rundet den empfehlenswerten Roman ab.

Das Buch im Katalog der Bibliothek im zib...

 


23.11.2017

Kreisstadt Unna

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