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Chronik vom Unnaer Esel 

Ein Beitrag von Klaus Thorwarth

1804In dem Bericht einer Reise durch Westfalen wird auch Unna erwähnt. Der Verfasser, Pfarrer Johann Moritz Schwager, schreibt die denkwürdigen Sätze: "Die Einwohner halten viele Esel. Muthwillige, junge Leute nannten zu meiner Zeit......den Ort die "Eselsacademie".
 Sogenannte Ortsübernamen sind im 19. Jahrhundert in Westfalen weit verbreitet.
Viele Orte erhalten ein spezielles Symbol, einen "Necknamen" z.B. Werl das Schwein, Soest die Kuh, Kamen den Bleier-Fisch, Schwerte den Pfannkuchen. Unna hat mit dem Esel kein schlechtes Los gezogen. Welches Tier zeigt besser die typische westfälische Wesensart als der Esel?
Er ist Symbol für die manchmal sturen, aber immer arbeitsamen Bürger, nicht aber Wappen oder Stadtsiegel von Unna!
1828Eine Landkarte von Unna zeigt einen "Eselspfad" und einen "Eselskamp" ein weiterer Beweis, dass Esel zu dieser Zeit in Unna nicht selten sind.
1889Gustav Schwab schreibt ein Büchlein zur Erhaltung der schwierigen Unnaer plattdeutschen Sprache. Darin findet sich ein lustiges Gedicht über den Ursprung von "Esel-Unna".
1892Eine Unnaer Karnevalszeitung erscheint unter dem Namen "Der ulkige Esel".
1924Unter den Bögen des dritten Rathauses, heute "Cafe Extrablatt" erscheint auf einer Säule die erste Abbildung eines Esels in Unna - in einem "Eselsreigen". (Heute leider nicht mehr vorhanden.)
1934Die neue katholische Pfarrkirche St. Katharina wird eingeweiht.
Oben am Südturm entdeckt man ein für eine Kirche recht untypisches Bild: Ein Relief zeigt eine Kraftprobe zwischen einem Bürger und einem störrischen Esel. Mit diesem Vergleich dokumentiert Dechant Wilhelm Stratmann die Auseinandersetzung der katholischen Kirchengemeinde mit den Nationalsozialisten um den Bauplatz der Kirche. Ohne dieses Esels-Relief gäbe es vermutlich heute keine Abbildung zu "Esel-Unna"!
1950Die Stadt feiert ihr 700jähriges Bestehen, das größte Fest, das jemals in Unna stattfand. 100 000 Zuschauer säumen die Straßen beim historischen Festzug. Vor dem Zug marschiert ein Esel. Zwei unvergessliche Festlieder haben den Esel zum Thema. Dieses Ereignis ist die eigentliche Renaissance von "Esel-Unna".
50er JahreEine "EG = Eselsgemeinschaft" wird gegründet. Erklärtes Ziel ist, die Erinnerung an das Unnaer Symboltier, den Esel, zu erhalten. Die von der EG gut gepflegte Eselin "Mausi" tritt regelmäßig öffentlich auf.
1954Der Verkehrsverein errichtet im Stadtgarten eine Steinplastik. Vorbild ist das Relief am Turm von St. Katharina. Den Entwurf liefert der Hemmerder Bildhauer Josef Baron.
1978Ein neuer Marktbrunnen wird errichtet. Darauf steht eine moderne Eselsskulptur aus Bronze. Der Künstler ist wieder Josef Baron. Auftraggeber ist diesmal der Rat der Stadt Unna. Erwähnenswert ist, dass sich die Bürgermeister immer als Eselsfreunde zeigen. Der Eselsbrunnen ist übrigens das am häufigsten fotografierte Kunstwerk in Unna!
1996Das Hellweg-Museum eröffnet einen "Museums-Shop". Plüsch-Esel in verschiedenen Größen entwickeln sich zum Verkaufsschlager. Etwa 500 werden alljährlich verkauft. Als beliebtes Geschenk gehen sie in alle Welt. Der Reingewinn vom Verkauf der "Goldesel" kommt dem Museum zugute.
2008In der beliebten Unnaer Heimatzeitung "Helbstblatt" hat der Unnaer Esel schon früh eine Heimat gefunden. Im März erscheint die 50. Auflage. Aus diesem Anlass eröffnet die Sparkasse die erste Unnaer Esels-Ausstellung mit Bildern des Karrikaturisten Klaus Pfauter.
2009In diesem Jahr kommt der Esel in Unna gross heraus:

25 Esel, vielfältig farbig und firmentypisch gestaltet, werden im Unnaer Stadtgebiet aufgestellt. Die Aktion wird ins Leben gerufen und finanziert von Unnaer Händlern und Unternehmen.
Medienpartner ist der „Hellweger Anzeiger“
(Siehe Kopfbild auf dieser Seite)
Ein Kinderbuch über den Esel auf dem Unnaer Marktplatz erscheint. Der Titel: „Warum ist der Esel so stur?“
Andrea Agner, eine junge Mutter und Künstlerin, erzählt darin eine frei erfundene Geschichte, die sie mit lebendigen Zeichnungen illustriert.
Stichwörter:
Esel

21.09.2017

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