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Anregung & Kritik
Kreisstadt Unna:
Lebenslanges Lernen in Unna - die "Lernende Region Unna e.V."
Gemeinsam ein Netz zu spannen, das allen Menschen in der Region alle Bildungschancen öffnet und lebenslanges Lernen ermöglicht - das ist das Ziel einer beispielhaften Initiative in Unna. Vertreter von Schulen, Bildungsträgern, kulturellen und sozialen Einrichtungen, Unternehmen, Wirtschaftsförderung und Stadt haben sich deshalb im Juni 2003 als Fortsetzung des "ZIB-Netzwerkes Lernen und Lernkultur in Unna" zu dem Verein "Lernende Region Unna e.V." zusammengeschlossen.
Der neue Verein will das Netz, das das ZIB-Netzwerk gespannt hat, auf Dauer noch engmaschiger ziehen. Im Blick sind dabei neben den beteiligten Institutionen und Unternehmen vor allem die Nutzer: "Ein Höchstmaß an Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger" ist Ziel des Vereins. Ihre Wünsche und Interessen gilt es u.a. über Befragungen und Bürgergespräche genau zu erkunden. Nur so kann der Verein optimal seinen Zweck erfüllen: "Die Entwicklung einer regionalen Lernkultur, die den schnellen und effektiven Austausch aller Akteure begünstigt, den Zugang und die Übergänge zur Bildung erleichtert und zu einer größeren Bildungsbeteiligung führt."
Lernen hört im gesellschaftlichen Wandel nicht auf - das will der Verein auch bisher bildungsfernen und benachteiligten Gruppen vermitteln. Orientierungshilfen für Bildung und Beruf sowie Familie und Freizeit sind versprochen.
Die Bilanz des ZIB-Netzwerks, das dem Verein vorausgegangen ist, beeindruckt: Aus dem kleineren Kreis der Gründer ist inzwischen ein Geflecht von 27 Institutionen geworden: Ob Berufskolleg, Gymnasium, Gesamtschulen, VHS, freie Beschäftigungs- oder Bildungsträger, Kulturamt wie auch Unternehmensberatung oder Handwerk - 75 Expertinnen und Experten bündelten nicht nur Kompetenzen und Erfahrungen, sondern entwickelten in mehreren Teilprojekten auch Vorhaben, die vor allem den Nutzern zu Gute kommen:
Eine Bildungsagentur soll bald Interessenten einen schnellen Überblick über alle Bildungsangebote der Region verschaffen, dazu auch eine individuelle Beratung bieten.
In einem Infopoint Europa werden u.a. Schulpartnerschaften in Europa gebündelt.
Im kulturellen Bereich soll das Projekt "KulturArtLernen" Stadtteil-Initiativen, Künstler, Kulturamt und Bildungseinrichtungen zusammenbringen. Konkret geplant: ein Klanggarten Kurpark für den Stadtteil Königsborn. Im Rahmen des Projekts "LernArtLeben" haben Jugendliche mit Skulpturen und Fotografien das Thema aus ihrer Sicht beleuchtet.
Im "Zentrum für Information und Bildung" in der Lindenbrauerei entsteht ein Selbstlernzentrum mit Internet-Anschluss. Die Erfahrungen, die verschiedene Institutionen wie z. B. die Kreishandwerkerschaft mit derartigen Einrichtungen bereits gemacht haben, fließen hier ein.
