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„Stark gegen Starkregen“- Das Projekt „Future Cities“ in der Kreisstadt Unna 

Der Lippeverband hat im Januar 2014 die Kreisstadt Unna angesprochen und dafür geworben, im Stadtgebiet den von ihr entwickelten Futur Cities- Anpassungskompass pilothaft anzuwenden und zu testen. Ausschlaggebend für die Entscheidung war, dass die Kreisstadt Unna bereits ein Strategiekonzept Klimawandel verabschiedet hatte und darüber hinaus eine für den Test interessante Topografie und Stadtlandschaft aufweist.

Die Starkregenereignisse der jüngsten Vergangenheit bestätigen, dass das Pilotprojekt hoch aktuell und sinnvoll ist. Mit der Teilnahme am Projekt verfolgt die Kreisstadt Unna weiter konsequent ihre Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Zu erwähnen ist auch, dass die Kreisstadt Unna als Pilotstadt die erste Kommune in Deutschland ist, die den Future Cities- Anpassungskompass des Lippeverbandes erfolgreich angewendet hat.

Im Folgenden werden der Projektverlauf geschildert und die wichtigsten Ergebnisse dargestellt.

Zunächst wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, der ortskundige Personen mit langjähriger Tätigkeit und Erfahrung sowie mit Bezug zur Thematik angehörten.  Der Arbeitskreis bestand aus rund 30 Personen und setzte sich aus Vertretern von Verwaltung (Umwelt, Stadtbetriebe, Planung, Bürgerservice/Ordnung, Pressestelle), Stadtwerken, Feuerwehr, Landwirtschaftskammer, unterer Wasserbehörde, Ratsfraktionen, Ortsvorstehern, Landwirtschaft sowie dem Vorsitzenden des Interfraktionellen Arbeitskreises Klimaschutz, den Fachleuten des Lippeverbandes und Mitarbeitern einer begleitenden Kommunikationsagentur zusammen. Die Leitung und Geschäftsführung der Arbeitsgruppe erfolgte durch den Bereich Umwelt.

In 3 halbtägigen Workshops (11. März, 21. Mai und 3. Juli 2014) und bei einem Sondertreffen (13. Juni 2014) wurde der Anpassungskompass bearbeitet.

Alle verfügbaren klimarelevanten Daten, Pläne, Informationen, Publikationen, Fotos, Konzepte,  Presseberichte, meteorologische Messreihen, Einsatzberichte und Ortskenntnisse wurden zusammengetragen, diskutiert und dem Lippeverband zwecks kartografischer und textlicher Aufbereitung zur Verfügung gestellt.

Grundlage für das Projekt war die Simulation eines mittleren Niederschlagsereignisses (90 mm in 1 Stunde) und die darauf basierende Erstellung einer Starkregenereigniskarte für etwa 2/3 der Stadtfläche (mittleres und westliches Stadtgebiet). Die Karte zeigt detailliert die oberflächigen Fließwege und stellt die Fließtiefen und Sammelbecken dar.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Bewertung, inwieweit wichtige Infrastruktureinrichtungen (Versorgungs- und Entsorgungsanlagen, notwendige Flucht- und Rettungswege, Schulen, Kindergärten, Seniorenheime, Krankenhäuser u.a.) bei einem entsprechenden Starkregenereignis gefährdet sind.

Die Arbeitstreffen dienten auch der Abstimmung darüber, wie die Ergebnisse des Projektes publiziert und der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen. Hierzu wurde ein Kommunikationskonzept diskutiert und erarbeitet.

Im Arbeitskreis bestand Einigkeit darüber, dass trotz aller Erkenntnisse aus dem Projekt bei einem extremen Starkregen nicht alle Probleme lösbar sind und auch die Bürgerinnen und Bürger Eigenvorsorge betreiben müssen. Gleichwohl sollte dargestellt werden, was die Kreisstadt Unna mit ihren Institutionen für die öffentliche Daseinsvorsorge leisten kann.

Die Kreisstadt Unna (Stadtbetriebe, Umwelt, Feuerwehr, Stadtwerke, Planung u.a.) ist dabei auf verschiedenste Art und Weise aktiv, um Problemen mit zunehmenden Starkregenereignissen infolge des Klimawandels zu begegnen:

►Auswertung der Starkregendaten im Rahmen der Bauleitplanung, bei Baugenehmigungen sowie im Hinblick auf gefährdete Infrastruktureinrichtungen

►Berücksichtigung der Ergebnisse aus dem Projekt „Future Cities“ bei Umweltverträglichkeitsprüfungen

►Aufnahme der Erkenntnisse aus dem Projekt „Future Cities“ in die Fortschreibung des Strategiekonzepts Klimawandel

►Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit über die Folgen des Klimawandels sowie über notwendige Anpassungsmaßnahmen

►Berücksichtigung der Vulnerabilitäten bei der Planung von Einsätzen der Feuerwehr, der Stadtbetriebe, der Stadtwerke, des Stabes außergewöhnliche Ereignisse oder weiterer Dienststellen der Kreisstadt Unna

►Erhalt und ökologische Aufwertung von Grünzonen, Biotopen und Waldflächen als Vorsorgebeitrag zur Retention von Starkregen

►Teilnahme an der jährlichen Gewässerschau des Kreises Unna, u.a. zur Sicherstellung der Abflussleistung von Bachläufen

►Mitwirkung an der Umsetzung der Landschaftsplanung und des Ausgleichsflächenmanagements mit Maßnahmen der Extensivierung und des Erosionsschutzes

►Beratung von Bürgerinnen und Bürgern zu Klimaschutz und Klimaanpassung, von der Energieversorgung über Umweltschutz und Verbraucherverhalten bis zur Haus- und Gebäudetechnik.
Beratungsstellen: Energietreff der Stadtwerke, Umweltberatungszentrum, Verbraucherzentrale, Kundenberatungszentrum der Stadtbetriebe

►Unterhaltung von 120 km Gewässerläufen im Stadtgebiet mit Sicherstellung der Vorflut

►Bau und Betrieb von Hochwasserschutzanlagen, z.B. Siddinghausen, Bornekamp, Morgenstraße, Bimberghof

►Betrieb und Unterhaltung des knapp 300 km langen öffentlichen Kanalnetzes

►Betrieb von rund 40 Sonderbauwerken (Pumpwerke, Regenrückhaltebecken, Stauraumkanäle, Regenüberläufe und Regenklärbecken)

►Kontrolle von rund 85 städtischen Einleitungsstellen in Gewässer

►Mitwirkung bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie der EU

►Kontinuierliche Verbesserung der „Abwasserwirtschaft/Gewässer“ im Rahmen des Projekts „Qualitäts- und Umweltmanagement“ der Stadtbetriebe Unna

Das Pilotprojekt wurde im September 2014 abgeschlossen. Dabei erfolgten u.a. eine Pressekonferenz, eine Ausstellung in der Bürgerhalle des Rathauses Unna (9.-30. September) sowie eine Medien- und Plakataktion im Stadtgebiet. Zudem wurden die Ergebnisse durch den Bereichsleiter Umwelt im Rahmen des Abschlussmeetings mit internationaler Beteiligung  beim Lippeverband in Essen am 17./18. September 2014 in Form eines Fachvortrags vorgestellt.

Informationen können auch unter www.stark-gegen-starkregen.de abgerufen werden. Dort erläutert der Lippeverband das Pilotprojekt mit der Kreisstadt Unna. Die Starkregenkarte ist abgebildet. Ein Lexikon erklärt die wichtigsten Fachbegriffe im Zusammenhang mit Hochwasserschutz. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Thematik sind dargestellt. Videos u.a. vom Unwetter in Unna-Stockum 2012 -visualisieren die Notwendigkeit von Vorsorge- und Anpassungsmaßnahmen. Anhand von praktischen Beispielen werden Vorschläge gemacht, was sowohl Bürger als auch Kommunen zur Verminderung oder Vermeidung von Schäden infolge von Starkregen tun können.

Auf die umfangreiche lokale und landesweite Presse- und Medienberichterstattung über das Projekt im September 2014 wird hingewiesen.

Das Projekt „Future Cities“ hat zu einer großen Sensibilisierung für Klimafolgen und speziell Starkregenproblemen innerhalb der Dienststellen der Kreisstadt Unna geführt.

Mit großem Interesse haben die Bevölkerung und die Arbeitsgruppe wahrgenommen, dass auch im Stadtgebiet Unna mit deutlichen Auswirkungen bei Starkregenereignissen zu rechnen ist.

Die Erkenntnis ist gereift, dass „Stark gegen Starkregen“ nur wirksam funktioniert, wenn alle Akteure das Problem gemeinsam lösen wollen.

Die Akteure werden auch in Zukunft intensiv zusammenarbeiten, um die Ergebnisse aus dem Pilotprojekt „Future Cities“ in ihren jeweiligen Handlungsfeldern auszuwerten und umzusetzen.

Die Erkenntnisse aus „Future Cities“ werden in die Fortschreibung des Strategiekonzepts Klimawandel der Kreisstadt Unna übernommen.

 


25.11.2017

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