Radstadt Unna
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Anregung & Kritik
Kreisstadt Unna:
NahMobil in den Stadtteilen
"Wir werden immer älter, weniger und bunter". Dieses Bild zeichnet die demografische Entwicklung von unserer Gesellschaft. Speziell die Gruppe der Senioren wird stetig größer: Mädchen und Jungen, die beispielsweise 2003 geboren wurden, können sich auf ca. 82 bzw. 76 Lebensjahre freuen. 2050 wird voraussichtlich jeder 3. Deutsche über 65 Jahre alt sein. Quelle: www.destatis.de 11. Bevölkerungsvorausberechnung.Der Begriff „Nahmobilität“ kennzeichnet Entfernungen, die gut zu Fuß (oder mit dem Rad) zurückzulegen sind, d.h. Bereiche von ca. drei bis vier Kilometern werden damit abgedeckt.
Die immer älter werdende Gesellschaft wird auch Veränderungen im Mobilitätsverhalten nach sich ziehen. Die Versorgung sowie die allgemeine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben stellen Hauptfaktoren für Lebensqualität speziell von Senioren dar. Auch und gerade für den Wettbewerb mit anderen Regionen wird es immer wichtiger, sich als kinder- und seniorenfreundliche Stadt zu profilieren. Die jeweiligen Mobilitätsangebote haben daran einen großen Anteil. Durch eine Stärkung der Möglichkeiten im Bereich der Nahmobilität wird nebenbei die lokale – wohnungsnahe – Wirtschaft gestärkt.
Daneben spielt auch der Klimaschutz eine große Rolle. 50 Prozent aller Autofahrten in Deutschland sind nicht länger als sechs Kilometer. Dies entspricht einer guten Fahrrad-Entfernung, geringere Distanzen lassen sich gut zu Fuß bewältigen. Eine Verlagerung dieses Autoverkehrs hin zum Umweltverbund ist aufgrund der Verringerung des CO2 –Ausstoßes, des Flächenverbrauchs und aufgrund von Sicherheitsüberlegungen wünschenswert.
Damit ist jedoch u.a. eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur für die Nahmobilität verbunden. Nahmobilität steht seit einigen Jahren im Fokus der städtischen Verkehrsplanung. Auf Grund des steigenden Stellenwertes wird dieses Thema in den Ortsteilen der Kreisstadt Unna systematisch betrachtet. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie die Einwohner eines Ortsteils aus ihrem jeweiligen Wohnbereich das Ortszentrum, Schulen, Kindergärten, Kirchen, Spielplätze oder Haltestellen des ÖPNV oder Ähnliches erreichen können.
Zur Schaffung dieser sicheren und attraktiven Wege ist es notwendig, eine genaue Analyse der vorhandenen Wegstrecken und Wegbeziehungen durchzuführen. Einbezogen werden der Umweltverbund (Fuß-, Fahrradverkehr, ÖV) sowie sämtliche Verkehrsarten (Berufs-, Freizeit- und Ausbildungsverkehr etc.). Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Mobilität von Kindern, Senioren oder mobilitätseingeschränkten Menschen gelegt. Als Beispiele können abgesenkte Bordsteine, sichere Überwege oder auch weiche Maßnahmen wie sog. Gehgemeinschaften genannt werden. Verbesserungen für die genannten Gruppen kommen jedoch allen Menschen zu Gute.
Dies sind die zusammengefaßten Ziele:
- Reaktion auf den Demographischen Wandel
- Familienfreundliche Stadt
- Verbesserung der Erreichbarkeit
- Stärkung der Versorgung vor Ort
- Steigerung des Wohnwertes
- Steigerung des Freizeitwertes
- Verbesserung der Gesundheit
- Gleichwertige Mobilitätsmöglichkeiten für alle Bevölkerungsgruppen
Parallel zu der Schwachstellenanalyse wird jeweils ein Kinderstadtteilplan durch die Kinder der Grundschule erarbeitet.
Weitere Informationen:
Hemmerde
Königsborn & Afferde
Stichwörter:
Fußverkehr, Radverkehr, zu Fuß gehen, Rad fahren, Verkehrssicherheit, Umweltschutz, Klimaschutz, Stadtteil, Ortsteil, Schwachstelle, Analyse
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24.05.2012
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