Notebooks werden Schulheft, Buch und Tafel, eine ganze Stadt wird für ihre Schülerinnen und Schüler zum drahtlos vernetzten Campus. Seit 2003 haben die die Kreisstadt Unna und ihre Wirtschaftsbetriebe eine Bildungsvision zum Alltag gemacht. Von Klasse eins bis dreizehn, von Grundschulen über Sonderschulen, Real- und Gesamtschulen bis zum Gymnasium und Weiterbildungskolleg: Die IT-Infrastruktur eröffnet 10.000 Schülern und rund 620 Lehrern im Stadtgebiet Unna völlig neue Lernwelten und -kulturen. Das Projekt ist bundesweit einmalig und wird auch von der Landesregierung NRW gelobt: „Das Projekt Unit21 in Unna zeigt auf exemplarische Art und Weise, wie eine moderne Bildungsregion durch die systematische Zusammenarbeit aller beteiligten Partner ausgestaltet werden kann. Durch den Einsatz mobiler Rechner wird hier eine intelligente und zeitgemäße Form der individuellen Förderung effektiv umgesetzt. "Was in Unna zum Alltag gehört, wird in ganz Deutschland Schule machen", sagt Professor Stefan Aufenanger von der Universität Mainz voraus. "Digitales Lernen wird den Unterricht der Zukunft prägen."
Lernen verliert seine Grenzen, Kinder und Jugendliche arbeiten fächerübergreifend mit modernen Medien: Für die Mittelstadt Unna ist das Millionenprojekt eine nötige Investition in unsere Zukunft. Um die wachsenden Anforderungen von Gesellschaft und Wirtschaft zu erfüllen, sind die Schulen auch auf die modernste Ausstattung angewiesen. „Lehrerinnen und Lehrer sollen lehren statt schrauben und installieren, Schülerinnen und Schüler mit aktueller Technik lernen, statt mit veralteten Medien und längst überholter EDV-Technik geplagt zu werden“, ist das Unnaer Motto. Das war der Anspruch, der durch die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Unna und deren privatem Dienstleister asc Akcay-Schwarz-Consulting GmbH flächendeckend in allen 20 Schulen der Stadt eingelöst ist.
Der Unnaer Schulcampus Unit21 beweist sich als Magnet für die Schulstadt: Bei insgesamt sinkenden Schülerzahlen melden sich zahlreiche Kinder auch aus Nachbargemeinden für das kommenden Schuljahr 2011/12 zu den weiterführenden Schulen in Unna an. Gerade das Unnaer Angebot an Lernen mit modernen Medien überzeugt Schüler und Eltern. Die Gesamtschule Königsborn könnte theoretisch sechs Notebook-Klassen einrichten, die Anne-Frank-Realschule kann wieder zwei der Klassen bilden, in denen die Kinder mit privat finanzierten Geräten arbeiten. Auch die Hellweg-Realschule, die erstmals Notebook-Klassen anbot, hatte über die Hälfte der Kinder, die mit eigenen Rechnern lernen wollen. Eine Übersicht zu den Anmeldungen finden Sie hier.
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Mobiles Lernen im Highspeed-Campus: Das wohl schnellste Schulnetz Deutschlands geht am Montag, 17. August, in Unna in den Volllast-betrieb. Mit bis zu 300 MBit im einzelnen Klassenzimmer (dies entspricht ca. 150 privaten DSL-Anschlüssen) surfen und arbeiten die Schülerinnen und Schüler drahtlos mit ihren Notebooks im Unterricht. Das Tuning des Schulnetzes war nötig: Bis zu 1.300 Notebook-Nutzer schalten sich allein im Schulzentrum-Nord regelmäßig im Schulstunden-Takt in den Online-Campus ein. „Und das auf einem Radius von 200 Metern – das schafft kaum ein Großunternehmen“, sagt Jürgen Schwarz von ASC.
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