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Eine Gruppe von Menschen hält große Buchstaben in die Luft, die das Wort "Fair!" ergeben.

Nachhaltigkeit und Fairtrade

Alle Infos auf einen Blick

Bewusst handeln: Unna ist Fairtrade-Town

Bereits seit über zehn Jahren setzt sich die Kreisstadt Unna für einen nachhaltigen Konsum ein - und arbeitet dabei mit vielen Institutionen und Initiativen der Stadtgesellschaft zusammen. Auf dieser Seite finden Sie alle Infos rund um unsere Fairtrade-Arbeit.

Unna setzt ein klares Zeichen für eine gerechtere Welt

Seit Januar 2009 können sich Kommunen in Deutschland um den Titel Fair Trade-Stadt, Fair Trade-Kreis oder Fair Trade-Gemeinde bewerben. In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 200 faire Kommunen, die als Fair Trade Town ausgezeichnet wurden- Unna ist eine davon.

Fair Trade-Stadt zu werden, bedeutet ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen.

Ihre Ansprechpartnerin

Nicole Katsigiannis

Tel.: 02303/103-1705)

Mail: nicole.katsigiannis@stadt-unna.de

Macht mit beim "Fairbruary"!

Gemeinsam mit Fairtrade Deutschland rufen wir im Februar dazu auf, einen Monat lang besonders fair einzukaufen. Auch die Kreisstadt Unna als Fair Trade Town macht mit und setzt sich für nachhaltigen Konsum ein. 
Ob Kaffee, Schokolade oder Blumen – jede faire Entscheidung zählt und unterstützt gerechtere Arbeitsbedingungen weltweit. Für alle, die im Fairbruary faire Köstlichkeiten genießen möchten, gibt es hier das passende Rezeptheft mit leckeren Inspirationen von Fairtrade Deutschland: www.unna.de/fairbruary_rezeptheft

**Alternativer Text für das Bild (für Screenreader):**  Plakat mit hellgrünem Hintergrund. Links steht in großen, blauen Buchstaben: „Einen Monat FAIR einkaufen“. In der Mitte ist eine Einkaufstasche mit lächelndem Gesicht abgebildet. Aus der Tasche ragen eine Banane, ein Strauß Rosen und eine Tafel Schokolade. Rechts steht in blauer Schrift „#fairbruary“. Unten rechts ist das Fairtrade-Siegel zu sehen.

(Foto: Fairtrade Deutschland)

Unna ist "Fairtrade Town"

Was bedeutet es, dass Unna eine "Fairtrade Town" ist? Das Fair Trade-Siegel steht für:

Soziale Unterstützung in den Produktionsländern

Arbeitsbedingungen 
Gemeinschaftsprojekte 
Versammlungsfreiheit 
Diskriminierungsverbot 
Keine illegale Kinderarbeit

Ökonomie und Beratung von Vertragspartnern in Produktionsländern 

Stabile Mindestpreise 
Fair Trade-Prämien 
Langfristige Handelsbeziehungen 
Vorfinanzierung

 Ökologie und Aufklärung der Bauern in Produktionsländern

Liste verbotener Substanzen 
Umweltschonender Anbau 
Förderung des Bio-Anbaus 
Verbot gentechnisch veränderter Organismen

Unnas Weg zur "Fairtrade Town"

Am 7. Juni 2013 überreichte Manfred Holz, Ehrenbotschafter von TransFair e.V., in einer feierlichen Veranstaltung die Urkunde Fair Trade-Stadt an Unnas Bürgermeister Werner Kolter. Der Status wurde zunächst für zwei Jahre verliehen. Am 7. Juni 2015 wurde Unna für weitere vier Jahre als Fair Trade-Stadt ausgezeichnet und ist damit Teil der Fairen Metropole Ruhr. Unna wurde für weitere zwei Jahre am 7. Juni 2019 rezertifiziert. Im Rahmen einer Festveranstaltung an der Peter-Weiss-Gesamtschule wurde Bürgermeister Werner Kolter die Urkunde durch Elisabeth Brachem vom Informationszentrum Dritte Welt e.V. überreicht.
Weitere Rezertifizierungen erfolgten in den Jahren 2021 und 2023. Pünktlich zum World Fair Trade Day am 10. Mai 2025 erreichte die Kreisstadt Unna die frohe Kunde, dass sie für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt tragen darf. „Der Umsatz mit Fairtrade-Produkten in Deutschland erreichte 2024 einen neuen Höchststand. Es wachsen nicht nur die Verkäufe, sondern auch das Engagement für den fairen Handel. Unna nimmt hier eine Vorreiter-Rolle ein“, lobte Bürgermeister Dirk Wigant anlässlich der Titelerneuerung durch den Verein Fairtrade Deutschland. 

Eine Gruppe von Menschen steht hinter einigen Würfeln, die gemeinsam das Wort "Fair" bilden.

Die Rezertifizierung Unnas als Fairtrade-Stadt ist eine Bestätigung und Anerkennung für die gute Arbeit vieler Akteur*innen. Auf dem Foto freuen sich zusammen mit Bürgermeister Dirk Wigant und der städtischen Fairtrade-Beauftragten Nicole Katsigiannis Mitglieder der Steuerungsgruppe sowie angehende Kinderpflegerinnen vom Märkischen Berufskolleg Unna, das eine sehr aktive Fairtrade-School ist. (Foto: Kevin Kohues/Kreisstadt Unna)

Die sieben Hauptziele Unnas als "Fairtrade Town"

Als Fairtrade Town ist sich die Kreisstadt Unna ihrer nachhaltigen Rolle bewusst und engagiert sich mit vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen für den fairen Handel in der Stadt. Unna ist eine der 53 Städte, die der Fairen Metropole Ruhr angehören, dem Netzwerk, welches die „Charta 2030-eine Fairfassung für das Ruhrgebiet“ auf den Weg gebracht hat. 

Die Grundlage für die „Charta Faire Metropole Ruhr 2030 - eine Fairfassung für das Ruhrgebiet“ bilden die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs). Mit der „Fairfassung“ und einem konkreten Maßnahmenkatalog, welcher am 23. Juni 2022 vom Rat beschlossen wurde, verpflichtet sich Unna zum aktiven Schutz von Mensch und Natur, wie bereits auch mit Beschluss der „Magna Charta Ruhr“ gegen ausbeuterische Kinderarbeit im Jahr 2010.

Die sieben Hauptziele, die in allen Städten gleich lauten, sind:

  1. Die Erhöhung der Anzahl der kommunalen Einkäufe, in denen die Einhaltung von Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (kurz: ILO) nachgewiesen werden muss,
     
  2. die Erhöhung der Anzahl der kommunalen Einkäufe, die darüber hinaus den Kriterien des Fairen Handels entsprechen,
     
  3. die aktive Unterstützung der Fairtrade Towns-Kampagne, Verbreitung von Informationen über den Fairen Handel, die Stärkung des Themas im Stadtmarketing und die Erhöhung des Anteils fair gehandelter Produkte bei kommunalen Veranstaltungen,
     
  4. im Rahmen der Wirtschaftsförderung die Unterstützung der Projekte von Unternehmen, die den Fairen Handel fördern,
     
  5. die Erhöhung der Anzahl der Fairtrade-Schools, Fairen KITAs, Fairtrade-Universities (Universitäten und Hochschulen) sowie der Fairen Jugendhäuser in der Fairen Metropole Ruhr,
     
  6. die Thematisierung des Fairen Handels und der Fairen öffentlichen Beschaffung im Rahmen unserer Städtepartnerschaften,
     
  7. die Benennung mindestens einer Ansprechperson für Fairen Handel/Faire Beschaffung in der Kommune.

 

Fairtrade School

Das Team des Umweltamtes unterstützt interessierte Schulen gerne auf dem Weg, Fairtrade-School zu werden. 

Erste Informationen gibt es in diesem Flyer.

Die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Unna

Die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town Unna lädt alle Interessierten herzlich ein, sich für fairen Handel und Nachhaltigkeit in unserer Stadt einzusetzen. Als Fairtrade-Town braucht Unna eine engagierte Gruppe, die diese Themen vertritt sowie Veranstaltungen und Aktionen organisiert. Aktuell besteht die Gruppe aus Mitgliedern aus vielen verschiedenen Bereichen. 

Prinzipiell kann jede*r teilnehmen und sich einbringen, der Unnas Stadtgebiet „fairer“ gestalten möchte (z.B. aus den Bereichen Eine Welt, Politik, Kirche, Verwaltung, Gastronomie, Schulen oder Kitas). Die Treffen finden etwa viermal im Jahr statt. Jeder und jede, der oder die Unna „fairer“ gestalten möchte, kann mitmachen. Beispiele für Aktionen sind die jährliche Rosenkampagne zum Weltfrauentag oder auch verschiedene Bildungsaktionen mit der Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW, Workshops oder Ausstellungen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die in der Steuerungsgruppe mitarbeiten möchten, können sich gerne beim Umweltamt (Nicole Katsigiannis, Tel. 02303/103-1705) melden. 

Das Foto zeigt sieben Menschen, die der Steuerungsgruppe Fairtrade Town Unna angehören.

Das Foto zeigt folgende Mitglieder der Steuerungsgruppe Fairtrade Town Unna (v.l.): Martin Riedel, Hans-Günter Wichmann, Frauke Dasenbrock, Janfelix Müller, Nicole Katsigiannis, Christian Graf und Simone Hackenberg. Es fehlen Uta Wippermann-Wegener und Anna Engelhardt. (Foto: Kevin Kohues/Kreisstadt Unna)

Ein Ergebnis der gemeinsamen Arbeit von Umweltamt und Steuerungsgruppe ist der "Faire Einkaufsratgeber", der einen Überblick über Einzelhändler und Einrichtungen in Unna bietet, die fair gehandelte Produkte anbieten.