Der Busbahnhof in Unna ist Ausgangs- und Zielpunkt der Bäderbus-Route. (Foto: VKU)
Bäderbus verbindet in den Sommerferien die Freibäder in Unna, Holzwickede und Fröndenberg
Der Rat der Kreisstadt Unna hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 20. Mai 2026, die Einrichtung eines Bäderbusses beschlossen. Mit Beginn der kommenden Sommerferien richtet die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH (VKU) das neue Angebot ein und übernimmt den Betrieb. Ziel des Bäderbusses ist es, besonders für Jugendliche eine einfache und klimafreundliche Möglichkeit zu bieten, zu den Freibädern in der Region zu kommen.
Der Bäderbus verbindet den Unnaer Bahnhof mit dem Bornekampbad sowie dem Freibad Schöne Flöte in Holzwickede und dem Freibad Dellwig in Fröndenberg. „Ich freue mich darüber, dass wir unseren Jugendlichen, aber auch Familien und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern mit dem Bäderbus ein Angebot machen können, die schönen Bäder in Unna und unseren Nachbarorten einfacher nutzen zu können. Interkommunale Zusammenarbeit ist in Zeiten von begrenzten kommunalen Ressourcen in vielen Bereichen ein zukunftsweisender Weg“, sagt Bürgermeister Dirk Wigant.
Geplant sind zunächst vier Fahrten pro Tag in den Sommerferien – zwei Fahrten am Vormittag und zwei Fahrten am Abend. Nach den Sommerferien fährt der Bus bis zum Ende der Freibadsaison Mitte September an den Wochenenden weiter. Im Jahr 2027 fährt der Bäderbus von Mitte Mai bis Mitte September an den Wochenenden und in den Sommerferien täglich.
Die Route führt vom Busbahnhof Unna über das Bornekampbad, die Haltestellen Talstraße, Tenne und Ahornstraße über die Schöne Flöte in Holzwickede zum Freibad Dellwig – und anschließend über dieselbe Route wieder zurück zum Unnaer Bahnhof. Nach jeder Saison soll bewertet werden, wie das Angebot angenommen wurde, um über eine Fortführung entscheiden zu können.
Ausgangspunkt für die Einführung des Bäderbusses war ein Antrag der CDU-Fraktion. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Tiefbau hatte die Verwaltung daraufhin einstimmig beauftragt, die Kosten und Route für ein regionales Bäderbus-Angebot zu prüfen. Mit dem Antrag auf Einrichtung des Bäderbusses war das Ziel verbunden, die in der Region vorhandenen Freibäder besser zu erschließen.
So könnte bei dem beabsichtigten Ersatzneubau des Hellweg-Bades Massen auf ein Außenbecken verzichtet werden, das mit erheblichen zusätzlichen Investitions- und jährlichen Betriebskosten verbunden wäre. Die Planungen für den Ersatzneubau des Bades in Massen selbst werden davon nicht berührt. Für den Betrieb des Bäderbusses fallen Kosten in Höhe von bis zu 35.000 Euro im Jahr 2026 und danach 50.000 Euro jährlich an.