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Neubau Bildungsstandort Unna-Mitte

Blick auf die Baustelle: Baukamera

Sie möchten wissen, wie der Bau der Grundschule und der Kindertagesstätte am Bildungsstandort Unna-Mitte voranschreitet?
Über diesen Link können Sie den Baufortschritt live verfolgen.
Das Bild wird alle fünf Minuten aktualisiert

Oft gestellte Fragen zum Neubau Bildungsstandort Unna-Mitte (Gemeinschaftsgrundschule und Kita)

 
Seit Februar 2023 entstehen auf dem ehemaligen Brockhaus-Sportplatz in modernster Bauweise eine viergruppige Kindertagesstätte und eine dreizügige Grundschule. An dieser Stelle beantwortet die Kreisstadt Unna häufige Fragen rund um den Neubau.
Was passiert gerade auf der Baustelle?

Im März wurde das Richtfest gefeiert (hier geht es zu einem ausführlichen Bericht). Im April hat der Ausbau der Straßenverkehrsanbindung begonnen. Im Bereich der Einmündung der Brockhausstraße werden ein Kreisverkehr eingerichtet und 13 neue Linden gepflanzt. Die Schülerverkehre werden durch jeweils eine Hol- und Bringzone in beiden Fahrtrichtungen der Hertingerstraße angebunden. Auch Parkplätze mit Ladesäulen für E-Autos werden zur Verfügung stehen. Die Fertigstellung des Rohbaus ist im Frühsommer geplant, die Fertigstellung der gesamten Maßnahme für das Frühjahr 2025. Eröffnet werden soll der neue Bildungsstandort Unna-Mitte zum Schul- und Kindergartenjahr 2025/26.

Welche Auswirkungen hat die Baustelle auf die umliegenden Straßen?

Bei den Bauarbeiten handelt es sich um das größte bildungspolitische Bauprojekt der Kreisstadt Unna seit Jahrzehnten - das ist natürlich auch im Umfeld der Baustelle spürbar. Auf einer Baustelle entsteht Lärm und natürlich auch Dreck. Die Tatsache, dass die Schule und der Kindergarten mitten in einem Wohngebiet entstehen - und damit kurze Wege für die späteren Nutzer*innen, nämlich die Kinder, ermöglichen -, bedeutet natürlich auch, dass die Anwohner*innen in diesem Bereich viel von der Baustelle mitbekommen. Die Kreisstadt Unna ist sich dieser Tatsache bewusst und steht im direkten Kontakt zu den einzelnen Unternehmen, um die Beeinträchtigungen durch Verschmutzungen auf der Straße oder Baustellenlärm in einem vertretbaren Maße zu halten.

Wie hoch sind die Kosten aktuell?

Die Kreisstadt Unna baut an der Brockhausstraße

- eine dreizügige Grundschule (als Ersatz für Falk- und Nicolaischule)

- eine Sporthalle

- eine Kindertagesstätte.

Das Investitionsvolumen für dieses zukunftsweisende Projekt beläuft sich auf rund 34,3 Millionen Euro. Das Projekt liegt sowohl zeitlich als auch in Bezug auf die Kosten voll im Plan, sagte Bauleiterin Olga Goßmann beim Richtfest.

Warum sind die Kosten seit Beginn der Planung gestiegen?

Das hat mehrere verschiedene Gründe: Die Kosten auf dem Baumarkt sind explodiert; gleichzeitig wurde die Planung des Baus seit Planungsbeginn präzisiert; man hat also grobe Planungen weiter ausgearbeitet und damit auch konkretere Kostenschätzungen erhalten.

Wie in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens zu beobachten, gibt es darüber hinaus auch im Baubereich seit einiger Zeit Lieferschwierigkeiten bei vielen Materialien. Die Corona-Pandemie und der Angriffskrieg auf die Ukraine haben zusätzlich Einfluss; insbesondere die rasant steigenden Energiepreise und die allgemeine Inflation.

Wie finanziert die Stadt Unna diese Kosten?

Für den Bau von Gebäuden wie Schulen und Kindertagesstätten können Städte in Deutschland Fördergelder von ihrem jeweiligen Bundesland oder vom Bund erhalten. Konkret bedeutet dies, dass sie einen Teil des Geldes, das sie für den Bau benötigen, vom Land oder Bund bekommen können. Dafür müssen sie einen entsprechenden Antrag beim Land oder Bund stellen. Für den Bildungsstandort am Hertinger Tor macht die Kreisstadt Unna genau das und beantragt für die Finanzierung der Hoch- und Tiefbaumaßnahmen rund sieben Millionen Euro Fördermittel.

Dennoch bleibt natürlich eine Summe übrig, die die Kreisstadt Unna selbst bezahlen muss. Das Geld dafür leiht sie sich im Rahmen eines Kredits – im Grunde so, wie jemand privat einen Kredit aufnimmt, um ein Haus zu bauen.

Müssen dafür die Steuern erhöht werden?

Nein, dafür müssen keine Steuern erhöht werden. Der Neubau einer Grundschule ist tatsächlich sogar günstiger, als wenn die beiden vorhandenen Schulgebäude der Falk- und Nicolaischule, die ja von dem Neubau am Hertinger Tor abgelöst werden, saniert würden. Die beiden Schulgebäude sind nämlich sehr alt und sanierungsbedürftig – sie auf den neuesten Stand zu bringen, würde deutlich mehr Geld kosten als beide Schulen am Hertinger Tor mit einem Gebäude neu zu bauen.

Warum wird die Schule „nur“ dreizügig geplant?

Im Rahmen der Planungen für den neuen Bildungscampus am Hertinger Tor wurden die Entwicklung der Schulanmeldungen sowie die Geburtenzahlen in Unna intensiv analysiert. Laut den Prognosen aus dem Jahr 2018/19 wurde ab dem Jahr 2024 ein Rückgang der Schülerzahlen gesehen und damit eine maximale Dreizügigkeit der beiden Innenstadtschulen Falk- und Nicolaischule. In den Prognosen wurden dabei nicht nur die zu diesem Zeitpunkt bereits tatsächlich geborenen Kinder berücksichtigt, sondern auch der Blick auf die Zahl der potenziellen Mütter gerichtet. Diese Zahl sinkt in den kommenden zehn Jahren deutlich, was erwarten lässt, dass auch die Zahl der Einschulungskinder mittelfristig abnehmen wird. Darüber hinaus muss in Planungen für die Zügigkeit einer Schule immer auch berücksichtigt werden, dass dies Auswirkungen auf benachbarte Schulen haben kann. Das heißt: Bietet man an der neuen Innenstadtgrundschule mehr Eingangsklassen an, darf dies nicht dazu führen, dass benachbarte Schulen dadurch Nachteile durch sinkende Anmeldezahlen haben.

Wann werden die ersten Kinder in die neue Schule gehen können?

Geplant ist, dass die Gebäude im Frühjahr 2025 fertig gebaut sind – vorbehaltlich aller unplanbaren Ereignisse, die einen Bau verzögern können. Dann wäre das Schuljahr 2025/26 das erste Schuljahr, in dem Kinder die neue Schule besuchen können. Das bedeutet, dass die Schulanfänger und Schulanfängerinnen zum Schuljahr 2024/2025 wahrscheinlich erstmalig für die neue Grundschule angemeldet werden können.

Der Schulbetrieb würde zunächst weiterhin an den beiden Standorten der Nicolaischule und der Falkschule stattfinden. Der Umzug in das neue Gebäude an der Brockhausstraße erfolgt dann frühestmöglich nach Bezugsfertigkeit.

Wann werden die ersten Kinder in die neue Kita gehen können?

Geplant ist, dass die Gebäude im Frühjahr 2025 fertig gebaut sind – vorbehaltlich aller unplanbaren Ereignisse, die einen Bau verzögern können. Gemeinsam mit dem Träger der Kita ist daher aktuell geplant, zum Kindergartenjahr 2025/ 26 zu starten. Ein neues Kindergartenjahr beginnt immer zum 01.08. eines Jahres.