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Runder Tisch gegen Gewalt und Rassismus

Seit 2009 ist der Runde Tisch gegen Gewalt und Rassismus in Unna aktiv. Der Runde Tisch möchte bereits bestehende Aktivitäten in Unna, die sich für das soziale Miteinander und die Integration der in unserer Stadt lebenden Bürger*innen einsetzen, unterstützen, verbinden und ergänzen.

Flyer Runder Tisch

Mitgetragen wird dieses Engagement von Unnaer Schulen, Weiterbildungsträgern, Jugendorganisationen, politischen Parteien, der Polizei, den Gewerkschaften, dem Integrationsrat der Kreisstadt Unna, den Wohlfahrtsverbänden, religiösen Gemeinschaften, vielen Unnaer Bürger*innen und der Verwaltung. Organisatorisch wird die Arbeit des Runden Tisches in einer Steuerungsgruppe koordiniert. Diese trifft sich ungefähr alle 8 Wochen im Rathaus. Die Sitzungen sind ein offener Treff. Jeder, der sich über die Aufgaben und Projekte des Runden Tisches informieren und aktiv einbringen möchte, ist hierzu herzlich eingeladen.  Haben Sie Interesse mitzumachen? Dann kommen Sie vorbei!

Darüber hinaus tagt der Große Runde Tisch gegen Rassismus jährlich, um seine Arbeit sowie aktuelle Themen der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Über die Termine wird frühzeitig informiert. Bereits im Gründungsjahr 2009 wurde ein Aktionstag mit Kundgebung und Gang über den Verkehrsring in Unna als Zeichen für Toleranz und Vielfalt in unserer Stadt organisiert. Seit 2011 beteiligt sich Unna mit der Unterstützung des Runden Tisches und vielen engagierten Organisationen mit verschiedensten Programmpunkten an den Internationalen Wochen gegen Rassismus in Unna. Hierzu zählen Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen und vieles, vieles mehr. Dabei bringen sich insbesondere auch Unnaer Schüler*innen aktiv in die Gestaltung ein.  Darüber hinaus versucht der Runde Tisch anlassbezogen, wie bei Demonstrationen rechtsextremer Parteien in Unna, z.B. durch Kunst- bzw. Unterschriftaktionen oder Friedensgebeten, ein gemeinschaftliches, friedvolles Zeichen für eine offene und bunte Gesellschaft in Unna zu setzen.

Unna ohne Rassismus – Unna mit Courage
Am 25. November 2014 verlieh die Bundeskoordinationsstelle in Berlin Unna als neunter Stadt bundesweit offiziell den Titel „Unna ohne Rassismus - Unna mit Courage“. In Anlehnung an das Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ sollen mit dem Zertifikat „Stadt ohne Rassismus - Stadt mit Courage“ die Prinzipien und das Selbstverständnis auf die gesamte Kommune übertragen werden. Im Jahr 2012 hat sich eine Schülergruppe der Unnaer "Schulen ohne Rassismus - Schule mit Courage" Schulen zusammengefunden, um eine Agenda gegen Rassismus und für Toleranz und Vielfalt für unsere Stadt auszuarbeiten. Der Prozess wurde vom Runden Tisch gegen Gewalt und Rassismus begleitet. Diese Antidiskriminierungsagenda ist für die Beantragung des Zertifikats bei der Bundeskoordinationsstelle in Berlin erforderlich. Der Rat der Stadt Unna hat die Antidiskriminierungsagenda „Unna gegen Rassismus - Unna mit Courage“ in seiner Sitzung am 15. Mai 2014 einstimmig beschlossen.

Beschlussvorlage der Ratssitzung vom 15. Mai 2014
Als Pate für das Projekt wurde der Unnaer Regisseur und Schauspieler André Decker gewonnen. Das Engagement der Schüler*innen sowie der Schulen generell bestätigt, dass Unna eine vielfältige und offene Stadt ist, in der es viele Institutionen, Bündnisse und Bürger*innen gibt, die sich für ein tolerantes und demokratisches Miteinander in unserer Gesellschaft einsetzen.